Schulen und Klimaschutz als Anliegen einer Generation zu behandeln, greift mir zu kurz. Beides sollte auch Älteren wichtig sein, selbst wenn sie davon unterschiedlich profitieren. Die Forderungen von „Gen Z regelt“ verdienen deshalb mehr als verständnisvolles Nicken zum jugendlichen Frust. Mit der Diagnose eines unhaltbaren Generationenvertrags tue ich mich trotzdem schwer: Sie könnte verdecken, dass auch innerhalb einer Altersgruppe Interessen auseinandergehen. Über konkrete Lasten und Zusagen
Deine Skepsis gegenüber dem Gegensatz Jung gegen Alt teile ich nur teilweise. Unterschiedliche Interessen innerhalb einer Altersgruppe schließen einen Konflikt zwischen Generationen nicht aus. Wer heute Zusagen macht, sollte auch erklären müssen, welche Verpflichtungen daraus für später Geborene entstehen.
Den Generationenvertrag deshalb gleich für unhaltbar zu erklären, geht mir ohne konkrete Begründung zu weit. Als Prüfstein taugt der Begriff aber: Welche Lasten dürfen wir Menschen zumuten, die darüber heute noch gar nicht mitentscheiden können?