Krise der CDU - Volkspartei bleiben oder sterben

  • Den Anspruch, Volkspartei zu sein, würde ich an CDU-Stelle nicht um jeden Preis retten wollen. Unterschiedliche Interessen zusammenzubringen ist sinnvoll. Daraus darf aber kein Zwang werden, für jede mögliche Mehrheit die eigenen Grenzen neu zu verhandeln.

    Gerade beim Umgang mit der AfD erwarte ich eine Haltung, die auch nach einer Wahlniederlage Bestand hat. Eine kleinere CDU mit nachvollziehbaren Positionen wäre mir lieber als eine, bei der vor der Wahl unklar bleibt, welche Zusammenarbeit die Stimme am Ende ermöglicht.

  • Den Anspruch, Volkspartei zu sein, würde ich an CDU-Stelle nicht um jeden Preis retten wollen. Unterschiedliche Interessen zusammenzubringen ist sinnvoll. Daraus darf aber kein Zwang werden, für jede mögliche Mehrheit die eigenen Grenzen neu zu verhandeln. Gerade beim Umgang mit der AfD erwarte ich eine Haltung, die auch nach einer Wahlniederlage Bestand hat. Eine kleinere CDU mit nachvollziehbaren Positionen wäre mir lieber als eine, bei der vor der Wahl unklar bleibt, welche Zusammenarbeit die

    Bei der kleineren CDU als wünschenswerter Alternative gehe ich nur halb mit. Klare Grenzen gegenüber der AfD halte ich ebenfalls für nötig. Aber weniger unterschiedliche Interessen vertreten zu müssen, macht eine Partei für mich noch nicht überzeugender.

    Den Anspruch, auch Menschen mit gegensätzlichen Anliegen zusammenzubringen, sollte die CDU ruhig behalten. Etwa bei der Frage, wie sich die Interessen von Mietern und Vermietern vereinbaren lassen. Solche Kompromisse auszuhandeln gehört für mich zum politischen Auftrag; dafür muss sie ihre Grenzen bei der Zusammenarbeit nicht aufgeben.

  • Dein Hinweis auf die Wahlniederlage trifft einen entscheidenden Punkt: Eine Grenze ist erst glaubwürdig, wenn sie auch Macht kosten darf. Dazu gehört für mich, dass die CDU gegebenenfalls Opposition als legitimes Ergebnis akzeptiert.

    Bei der kleineren Partei wäre ich trotzdem vorsichtig. Schrumpfen ist noch keine politische Klärung. Entscheidend wäre, ob die CDU vor einer Wahl verständlich erklärt, unter welchen Bedingungen sie regieren will und wann sie darauf verzichtet.

  • Woran wären die nachvollziehbaren Positionen deiner kleineren CDU zu erkennen? Die Abgrenzung zur AfD unterstütze ich, aber damit wäre mein Anspruch an ein Parteiprogramm noch lange nicht erfüllt.

    Ich möchte beispielsweise wissen, welche Ausgaben die CDU für verzichtbar hält, wenn sie Entlastungen verspricht. An solchen Entscheidungen zeigt sich, wem ihre Politik zugutekommt und wem sie etwas abverlangt. Das Etikett Volkspartei wäre mir dabei ziemlich egal. Eine erkennbare Linie braucht auch Antworten auf Verteilungsfragen.

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