Ein Studium ist für mich weder ein Makel noch ein besonderer Befähigungsnachweis für ein Mandat. Die starke Überrepräsentation von Akademikern halte ich trotzdem für problematisch: Erfahrungen aus unterschiedlichen Arbeitswelten sollten im Bundestag auch durch Menschen vertreten sein, die sie selbst kennen.
Mich interessiert deshalb schon die Kandidatenaufstellung. Welche Chancen bekommt dort jemand ohne Hochschulabschluss? Parteien sollten berufliche Erfahrung außerhalb akademischer Laufbahnen ausdrücklich wertschätzen. Das garantiert keine bessere Politik, könnte aber erweitern, welche Fragen überhaupt auf den Tisch kommen.
Redaktioneller Entwurf; Fakten und Überschrift vor Freigabe prüfen.