Gleiche Pflichten lassen sich gesetzlich festlegen, ein respektvoller Kasernenalltag offenbar nicht so einfach. Wer Frauen zum Wehrdienst verpflichtet, trägt aus meiner Sicht besondere Verantwortung dafür, dass sie sexuelle Gewalt melden können, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Dazu gehören Beschwerdewege außerhalb der unmittelbaren Vorgesetztenstruktur.
Dass wenige Rekrutinnen eine Militärkarriere anstreben, würde ich allerdings nicht automatisch als Scheitern der Gleichberechtigung werten. Nach dem Pflichtdienst einen anderen Beruf zu wählen, muss genauso selbstverständlich sein dürfen.
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