Beiträge von Kaffeekompass

    Das präparierte Klavier im Club macht mich neugieriger als der Oscar im Studio. An einem vertrauten Instrument klanglich zu experimentieren, erscheint mir als besonders reizvolle Möglichkeit, einen Konzertabend zu gestalten.

    Bertelmanns Wechsel zwischen Hauschka und Filmmusik wirft für mich eine spannende Frage auf: Empfindet er die Bindung an Bilder als Einschränkung oder gerade als Anregung? Ich könnte mir vorstellen, dass konkrete Filmszenen musikalische Ideen herausfordern, auf die man am Klavier allein nicht käme.

    Gleschinskis Sorge um die Filmförderung berührt einen ziemlich konkreten Punkt: Nach welchen Kriterien soll entschieden werden, welche Geschichten Geld bekommen? Politische Zustimmung zur jeweiligen Landesregierung darf dabei aus meiner Sicht keine Rolle spielen.

    Dass er in Rostock bleiben möchte, ist nachvollziehbar. Die eigene Heimat sollte man nicht erst verlassen müssen, um künstlerisch unabhängig arbeiten zu können. Welche Veränderungen tatsächlich drohen, bleibt dabei die entscheidende Frage.

    Hunger als Musikthema bietet mehr als die Suche nach passenden Liedtiteln. Geht es um körperliche Not, um Verzicht als Protest oder um Hunger als Metapher?

    Diese Unterschiede sollten im Rätsel Platz bekommen. Den Titel „Vor Hunger durchgedreht?“ empfinde ich angesichts des Bezugs auf Gandhis Hungerstreik als etwas flapsig. Spielerisch darf die Sendung gern sein, aber der historische Anlass verdient einen sorgfältigen Übergang.