Natalie Portman: Vom damaligen Look zum neuen Auftritt – der Kontrast ist enorm
Kaffeekompass
Ein Stift, viele Hände und kaum freier Blick: Natalie Portmans Berlinale-Foto vom 13. Februar 2006 zeigt einen Star mitten im Gedränge. Ein grüner Gegenstand verdeckt einen Teil ihres Gesichts, Menschen drängen in den Vordergrund. Gerade dieser unaufgeräumte Ausschnitt gefällt mir: Portmans aufmerksamer Blick bleibt zwischen all den Ablenkungen der Fixpunkt.
Früher · 2006
Neuere Aufnahme · 2024
Ihr dunkles Haar trägt sie 2006 kurz, mit seitlich gelegten, leicht gewellten Partien über der Stirn. Die Ohren liegen frei, dunkles Augen-Make-up betont ihren Blick. Von ihrer schwarzen Kleidung erkennt man wegen des engen Ausschnitts nur wenig. Sie hält einen hellen Stift bereit und wendet sich ihrem Gegenüber zu. Die Begegnung mit Publikum und Medien zeigt einen öffentlichen Teil ihrer damaligen Laufbahn; über konkrete berufliche Stationen erzählt das Foto allein nichts.
Fast 18 Jahre später setzt die Aufnahme vom 9. Januar 2024 am roten Teppich der Golden Globes ganz andere Akzente. Portmans Haar ist jetzt länger, in der Mitte gescheitelt und glatt nach hinten gebunden. Statt der dunklen, weitgehend verdeckten Kleidung sieht man ein helles, schimmerndes Kleid mit schmalen Trägern, weitem Ausschnitt und ausladendem Rock. Silberne Reflexe und zarte Farbtupfer geben dem Stoff eine auffällige Struktur.
Besonders schön finde ich 2024 die Verbindung aus streng zurückgenommenem Haar und dem detailreichen Kleid. Eine Hand steckt seitlich in einer Rocktasche, der Oberkörper ist leicht gedreht: Das lockert den festlichen Auftritt auf. Während 2006 vor allem Gesicht und Stift zwischen anderen Menschen hervortreten, bekommt 2024 das gesamte Styling Raum. Mein Favorit bleibt dennoch das Berlinale-Bild, weil Portmans konzentrierter Ausdruck selbst in diesem vollen Ausschnitt sofort ins Auge fällt.
„Früher & heute“ vergleicht zwei datierte Aufnahmen. Das neuere Bild stammt aus 2024.